Osteoporose

Zur Feststellung einer vorliegenden Osteoporose wird in erster Linie eine Knochendichtemessung durchgeführt. Die Osteoporose ist eine generalisierte Knochenkrankheit und wird charakterisiert durch eine Abnahme der Knochenmasse sowie eine Verschlechterung der Knochenstruktur. Die besondere Bedeutung der Osteoporose liegt in der erhöhten Gefahr für Knochenbrüche (siehe auch osteoporotische Wirbelkörperfraktur) und deren Folgen. Als Risikofaktoren hierfür gelten u.a. ein hohes Alter und das Geschlecht, so wird beispielsweise Frauen ab einem Alter von 70 Jahren und Männern ab einem Alter von 80 Jahren eine Osteoporoseabklärung empfohlen. Weitere Risikofaktoren sind u.a. bestimmte Erkrankungen (z.B. Rheumatoide Arthritis, Überfunktion der Schilddrüse, Epilepsie, Diabetes mellitus Typ 1), eine erbliche Vorbelastung (z.B. Oberschenkelhalsbruch von Vater oder Mutter), die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Kortison, Aromatasehemmer bei Brustkrebs) u.v.m. Frauen ab 60 und Männern ab 70 wird bei folgenden Risiken eine Osteoporoseabklärung empfohlen: Untergewicht (Body-Mass-Index < 20), Nikotinkonsum, Vorliegen eines Knochenbruchs peripherer Knochen, Oberschenkelhalsbruch von Vater oder Mutter, mehr als 2 Stürze im Jahr ohne erkennbaren Anlass, Immobilität (Gehstrecke < 100m). Es gibt noch eine Vielzahl weiterer Risikofaktoren und Befundkonstellationen, die eine Osteoporose begünstigen, die hier nicht alle genannt werden können. Im Zweifel sollte auf jeden Fall eine ärztliche Vorstellung erfolgen.

Besteht aufgrund der Befundkonstellation ein Osteoporose- und Knochenbruchrisiko, so ist die Knochendichtemessung an Lendenwirbelsäule und einer Hüfte mit dem DXA-Verfahren (Dual-X-Ray-Absorptiometrie) die Standardmethode. Hiermit kann der Knochendichte entsprechend festgestellt werden, ob eine Osteoporose vorliegt und ob in Kombination mit den anderen Risikofaktoren (wie z.B. Alter und Geschlecht) das Knochenbruchrisiko so hoch ist, dass eine spezifische medikamentöse Therapie durchzuführen ist. Als Basismaßnahmen für die Behandlung der Osteoporose gelten u.a. die ausreichende Versorgung mit Kalzium und Vitamin D, das Vermeiden von Nikotin und Untergewicht, Training der Muskelkraft und Balance, die Sturzvorbeugung. Bei vorliegendem hohen Risiko für Knochenbrüche werden zusätzlich spezifische Osteoporosemedikamente eingesetzt, die das Knochenbruchrisiko häufig schon im Verlauf weniger Monate deutlich verringern.

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