Haltungsschwäche und Skoliose im Kindes-/Jugendalter

Haben Sie die Vermutung, Ihr Kind hat ein Haltungsdefizit bzw. eine Haltungsschäche oder wurden Sie vom Kinderarzt zur orthopädischen Abklärung einer Skoliose überwiesen, wir helfen Ihnen gerne weiter! 

Eine Haltungsschwäche im Kleinkindalter stellt per se noch keine Versäumnis für das Jugendalter oder Erwachsenenalter dar, sollte dennoch orthopädisch abgeklärt werden. Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr, ist die häufigste Ursache einer Haltungsschwäche, die noch nicht ausgeprägte Rückenmuskulatur. Hier können schon kleine Maßnahmen gegenwirken, die auch noch Spach machen, wie etwa:

  • schwimmen
  • klettern
  • Kinderturnen
  • herumtollen
  • Fahrrad fahren uvm.

Wurde bei der Untersuchung, eine schwere Form der Haltungsschwäche diagnostiziert, ist eine gezielte Krankengymnastik jedoch wirksamer. 

Als idiopathische Skoliose wird eine Rückenverkrümmung unbenannten Ursprungs bezeichnet, welche zu einer Seitverbiegung mit gleichzeitiger Rotation der Wirbelkörper einhergeht. In den meisten Fällen wird jedoch eine familiäre Vorbelastung angegeben. Eine "leichte" Skoliose ist bei Mädchen und Jungen in etwa mit gleicher Häufigkeit zu verzeichnen. "Stärker" ausgeprägte Skoliosen treten bei Mädchen sehr viel häufiger auf. Hier sollte ab dem 10. Lebensjahr dem Rücken besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Um eine Skoliose und deren Ausprägung festzustellen, ist eine Röntgenaufnahme der Wirbelsäule nach positiver klinischen Untersuchung, das Mittel der Wahl. In seltenen Fällen wird noch eine Kernspintomographie veranlasst. Zu einem Fortschreiten der Skoliose kommt es meist im Verlauf des Wachstums. Nach Abschluss des Wachstums tritt eine weitere Verschlechterung nur noch selten auf, daher ist es umso wichtiger bereits im Kindesalter unter Anleitung einer Physiotherapie Übungen zu erlernen, die bestenfalls täglich zu Hause durchgeführt werden. Dennoch kann eine Verkrümmung weiter fortschreiten und es ist eine Korsetttherapie zu diskutieren.